Korinnas Adventskalender 2005 / Christmas Calendar

 

7. Dezember

Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis dafür, daß sie allezeit beten und nicht nachlässig werden sollten, nämlich: Es war ein Richter in einer Stadt, der Gott nicht fürchtete und sich vor keinem Menschen scheute. Es war aber eine Witwe in jener Stadt; die kam zu ihm und sprach: "Schaffe mir Recht gegenüber meinem Widersacher!" Und er wollte lange nicht; hernach aber sprach er bei sich selbst: "Ob ich schon Gott nicht fürchte und mich vor keinem Menschen scheue, so will ich dennoch, weil mir diese Witwe Mühe macht, ihr Recht schaffen, damit sie nicht schließlich komme und mich ins Gesicht schlage." Und der Herr sprach: "Hört, was der ungerechte Richter sagt! Sollte aber Gott nicht seinen Auserwählten Recht schaffen, die Tag und Nacht zu ihm rufen, wenn er sie auch lange warten läßt? Ich sage euch, er wird ihnen Recht schaffen in Kürze! Doch wenn des Menschen Sohn kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden?" (Lukas 18, 1 Ė 8)

 

Gott möchte, daß es uns gut geht. Das war der Tenor aller Texte der vergangenen Tage. Warum geht es uns aber nicht immer gut? Warum haben wir dennoch Sorgen und Nöte? Gott liebt uns doch, also möge er gefälligst dafür sorgen, daß es uns gut geht!

Es tut mir leid, aber so funktioniert die Sache nicht.

Die Geschichte hier handelt von einem fiesen, ungerechten Richter, der aber dennoch Recht spricht, einzig weil die Witwe dermaßen penetrant bettelt.

Gott hingegen ist weder fies noch ungerecht. Er ist vielmehr gütig und gnädig, selbst wenn wir das gelegentlich anders empfinden.

Gegen Ende der Geschichte stehen einige wichtige Punkte, die wir nicht außer Acht lassen dürfen:

  • Gott wird definitiv seinen Auserwählten Recht verschaffen.
  • Die Auserwählten rufen Tag und Nacht zu ihm.
  • Er läßt sie vielleicht lange warten.
  • Gott erwartet Glauben.

Gottes Maßstäbe hinsichtlich Zeit sind komplett anders als die von uns Menschen. Ich habe es schon erlebt, daß Gott mir in einer Situation geholfen hat, noch bevor ich ihn überhaupt konkret darum gebeten hatte. Ich habe aber auch bisweilen schon sehr, sehr lange warten müssen.

Die Frage stellt sich auch: Wer sind die Auserwählten? Wählt Gott sie aus, oder haben wir Menschen da ebenfalls ein Wort mitzureden? Und die Frage ist: Was hat es mit dem Glauben auf sich? Die Auserwählten sind offensichtlich jene, die eben diesen Glauben haben.

Was ist Glaube? Muß ich darauf warten? Kommt er von selbst? Hast Du Interesse daran zu erfahren, was das ist? Du möchtest doch, daß es Dir gut geht, oder?

 

He spoke to them a parable to show that men should keep on praying and never loose heart: There was in a city a judge, who cared nothing for God or man, and in the same town there was a widow who constantly came before him demanding justice against her opponent. For a long time he refused; but in the end he said to himself, "True I care nothing for God or man; but this widow is so great a nuisance that I will see her righted before she wears me out with her persistence. And the Lord said, "Hear what the unjust judge says;. and will not God vindicate his chosen, who cry out to him day and night, while he listens patiently to them? I tell you he will vindicate them soon enough. But when the Son of man comes, will he find faith on earth? (Luke 18, 1 Ė 8)

God wants us to feel well. This has been the main subject of all the passages of the past days. Bu why are we not always feeling well? Why are we full of sorrows and in need? God loves us, so come on, let him take care that we feel well!

Sorry, it does not work like this.

The story here is about an unjust and unfriendly judge who nevertheless cares for the widows case just because this widow is constantly getting at his nerves.
Yet God is neither unjust nor unfriendly. He rather is gracious and good even if occasionally we are not aware of this fact.

At the end of the story there are several points which we have to take into consideration:

  • God will definitely give right to his chosen
  • His chosen cry out to him day and night
  • It might be that they will have to wait for a while
  • God expects faith.

Godís way of measuring time is completely different from ours. I already experience that God helped me in a situation even before I had asked him for help. Yet occasionally I already had to wait for a very long time.

The question also arises: Who are the chosen? Does God choose them or is it up to us to decide? Another question is: What is that faith all about? The chosen obviously are those that have this faith.

What is faith? Do I have to wait for it? Does it come by itself? Are you interested in finding out what it is? You want to feel good, donít you?

 


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